Ogamsteine am Ring
of Kerry
Zu den geheimnissvollen Sehenswürdigkeiten am Ring of Kerry zählen
die Ogamsteine. Dies sind aufrecht in der Landschaft stehende Steine,
die mit der Ogam-Schrift (benannt nach Ogmios, einem zeitgenössischen
irischen Gott der Redekunst) beschrieben sind. Diese Schrift diente
im Irland des 4. bis 6. Jahrhunderts
dazu, Personennamen (sehr selten auch Kurztexte) in Stein zu meißeln.
Ogamsteine können in Derrynane, Dunloe, Kilcoolagh und
Eightercua besichtigt werden. Wer Waterville
besucht, sieht dort eine beeindruckend große Steinreihe. Die genaue
Zahl erhaltener authentischer Ogamsteine ist ungewiss, da manche Funde
nicht zweifelsfrei echt sind und viele dieser Zeitzeugen als „Leihbausteine“
für andere Gebäude herhalten mussten. So werden auch heute
noch regelmäßig Ogamsteine in alten Häusern und sogar
Straßen gefunden. Nach derzeitiger Kenntnis gibt es zwischen 350
und 400 dieser rätselhaften Artefakte, die teilweise auch in Museen
und Kirchen ausgestellt werden.
Der einstige Zweck der Ogamsteine ist bis heute nicht schlüssig
enträtselt. Ist ein Name darauf eingraviert, so weist der dabei
grundsätzlich angewandte Genitiv darauf hin, welchem Menschen dieser
Stein zuzuordnen ist. Etwa: „Der Stein des XY“. Wenn man
dadurch auch weiß, welcher Stein zu wem gehört, so sagt dies
noch nichts über die konkrete Funktion des Ogamsteins aus. Eine
Theorie bezieht sich auf die Aufgabe als besitzanzeigender Grenzstein,
so dass hier einmal abzulesen war, welches Land wem gehörte und
wo die Besitzgrenze verlief. Andere Historiker warten mit der plausibleren
Erklärung auf, dass es sich um Grabsteine handelt. Dabei stützen
sie sich auf einen wesentlich späteren Text über das Begräbnis
von Etarcomol, der einen Ogamstein als Grabstein bekam.
Dieses Bild basiert auf dem Bild WalAgha.jpg
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Dokumentation. Der Urheber des Bildes ist J.E. Walkowitz .
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